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Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?

Art. Nr.: 7038
Verfasser:
Leila Mousa

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für Flüchtlingslager?

Handlungsfelder und Potenziale in den Flüchtlingslagern des Libanon
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
1. Aufl. – Stuttgart , 2015. – 77 S.
– (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
lieferbar. Download Grösse: 1.94 MB

Kultur- und Bildungsangebote geben der Flüchtlingsbevölkerung die Möglichkeit, ihre Konfliktperspektive zu kommunizieren, ihre Identität zu definieren und kulturelle Praktiken zu bewahren. Wie kann Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) im Sinne der Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern des Libanon aktiv werden?

Die Studie bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Kulturarbeit auf der Basis der Erfahrungen und Debatten zweier Flüchtlingsgemeinschaften im Libanon: die palästinensischen Flüchtlinge, die schon Jahrzehnte im Land sind sowie die syrischen, die aufgrund der aktuellen Krise in ihrem Herkunftsland im Libanon Zuflucht suchen. Obwohl es sich um zwei Flüchtlingsgemeinschaften im selben Land handelt, unterscheiden sich die kulturelle Situation, die Problemlagen und Herausforderungen z.T. sehr. Dies belegt, dass Kulturakteure die Kontexte, Herausforderungen und bestehenden Kulturangebote kennen sollten.

Die Studie macht deutlich, dass die Rolle von Kulturarbeit vor allem in der Bereitstellung von Freiräumen besteht, die kritische, kreative (und auch politische) Auseinandersetzung ermöglichen. Wesentlich dabei ist, dass Grundvoraussetzungen für Kulturarbeit zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel geeignete Räume. Ein Engagement in diesem Bereich kann dort am meisten für eine Flüchtlingsgemeinschaft leisten, wo es anerkennt, dass Themen der Identität und die Auseinandersetzung mit alltagsweltlichen und politischen Fragen zentral an die Existenz einer Flüchtlingsgemeinschaft geknüpft sind.

Leila Mousa, M.A. der Geographie, beschäftigt sich seit 2004 intensiv mit den Flüchtlingslagern des Libanon. Ihre Arbeit verortet sich an der Schnittstelle von Kultur und Politischer Geographie sowie Refugee Studies. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin der Universität Heidelberg (2006-2010) hat sie das DFG-geförderte Forschungsprojekt "Urban Governance in Humanitären Räumen" zu den palästinensischen Lagern im Libanon koordiniert und durchgeführt und dabei eng mit diversen lokalen NRO und Initiativen zusammengearbeitet. Aktuell arbeitet sie an ihrer Dissertation zu diesem Projekt.
Kontakt: leila.mousa@geog.uni-heidelberg.de

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