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Carla Del Ponte: Mein Leben für die Gerechtigkeit | Robert Lyons: Wer...

Artikel 4 VON 4
Art. Nr.: 6002

Carla Del Ponte: Mein Leben für die Gerechtigkeit | Robert Lyons: Wer entscheidet?

Gespräche | Fotografien
Herausgeber:
Ronald Grätz, Hans-Joachim Neubauer
Autoren:
Jutta Limbach, Robert Lyons, Carla del Ponte
Künstler:
Robert Lyons
1. Aufl. – Göttingen: Steidl , 2011. – 215 S.
– (Edition "Portraits" ) – 24,0 x 16,0 cm. – 520 gr.
lieferbar. Gewicht: 520 gr.

Aus dem Vorwort:
Carla Del Ponte hat die Welt verändert – im Namen der Gerechtigkeit: Mehr als acht Jahre lang jagte die Chefanklägerin der UN-Tribunale für das ehemalige Jugoslawien und für den Genozid in Ruanda Kriegsverbrecher. Im Namen der Opfer brachte sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Menschenrechtsverletzungen vor Gericht. Politiker und Militärs, organisierte Kriminelle und sture Bürokraten machten ihr das Leben und die Arbeit schwer, sie wurde gehasst und beschimpft, bedroht und verflucht. Doch in ihrem Kampf für das Recht ließ sie sich nicht beirren. Dafür erhielt sie im Herbst 2010 den Theodor-Wanner-Preis des Instituts für Auslandsbeziehungen.
Der Band beruht auf vier Begegnungen namhafter Journalisten mit Carla Del Ponte. Sie haben die Schweizer Juristin nach ihrer Herkunft und Geschichte befragt, sie haben mit ihr Probleme des Rechts, der Macht und der Politik diskutiert, sie haben Del Ponte eingeladen, über die Reform der internationalen Justiz nachzudenken – und sie haben sie gefragt, wie sie mit Opfern und Tätern umgeht. So ist ein persönliches, nachdenklich stimmendes Dialog-Portrait einer Frau entstanden, die zu den einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Zeit gehört.
Robert Lyons’ Fotografien nähern sich dem Völkermord auf eigene, unverwechselbare Weise. Sie forschen nach der "zwiespältigen Ähnlichkeit" zwischen Opfern und Tätern in Ruanda. So erweitern sie das Portrait Del Pontes um eine beunruhigende Reflexion über den Genozid. Doch wer ist Täter, wer ist Opfer?, fragt Lyons. Und was bringt Menschen dazu, über Menschen herzufallen, die eben noch Nachbarn oder Freunde waren? Auch eine erfolgreiche Justiz kann das Verbrechen nicht verhindern. Auf die Frage, ob es das Böse gibt, antwortet Del Ponte: "Ja natürlich, man kann das so sagen. Aber was ist das? Alles, was weh tut, ist böse. Besonders wenn man ein Verbrechen begeht. Das Böse ist, was weh tut."

Inhalt:
Grätz, Ronald; Neubauer, Hans-Joachim: Vorwort. – S. 7-8
Limbach, Jutta: Einleitung. – S. 9-14
"Das ist eben mein Charakter." Familie, Berufswahl, kühles Blut. – Carla del Ponte im Gespräch mit Hans-Joachim Neubauer. – S. 17-29
"Man muss nach jeder Niederlage wieder anfangen." Die Philosophie der Gerechtigkeit, Vorbilder und die Rolle der Geschlechter. – Carla del Ponte im Gespräch mit Jenny Friedrich-Freksa. – S. 31-42
"Die Opfer verlangen Gerechtigkeit." Politik vs. Justiz, Strafdauer, Legitimation. – Carla del Ponte im Gespräch mit Bettina Marx. – S. 43-55
"Der Friede ist ein fernes Ziel." Organisierte Kriminalität, historische Wahrheit und die Zukunft des Rechts. – Carla del Ponte im Gespräch mit Alexandra Kemmerer. – S. 57-66
Lyons, Robert: Wer entscheidet? Fotografien. – S. 69-208
Lyons, Robert: Zwiespältige Ähnlichkeit. Meine Fotos aus Ruanda. – S. 211-213

Jutta Limbach, Robert Lyons, Carla del Ponte (Interviews)

Robert Lyons

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