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Zeitsprung . Leap in Time

Art. Nr.: 1077

Zeitsprung . Leap in Time

Erich Salomon . Barbara Klemm
Herausgeber:
Institut für Auslandsbeziehungen
Autoren:
Jürgen Leinemann, Andreas Rost
Kuratoren:
Andreas Rost
Künstler:
Erich Salomon, Barbara Klemm
1. Aufl. – Stuttgart , 2007. – 142 S.
– 23,0 x 27,0 cm. – 1.020 gr.
lieferbar. Gewicht: 1.020 gr.

Erich Salomon (1886–1944) arbeitete mit List und versteckten Kameras, um „berühmte Zeitgenossen in unbewachte Augenblicken“ zu fotografieren. Seine Methoden nehmen die der heutigen Paparazzi vorweg, seine Bilder jedoch sprechen nicht die sensationslüsterne Sprache der Enthüllung. Sie zeigen den Habitus der damaligen politischen und gesellschaftlichen Elite und das Alltagsgeschäft der Politik, nicht ihre Inszenierung. Erich Salomons Prominenz verschaffte ihm Zutritt zu den höchsten Zirkeln der Macht – und in die Wohnzimmer von Stars in Film, Musik, Literatur und Kunst. Das Ende dieser Kultur begann mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten.

Viele Fotografien Barbara Klemms sind mittlerweile fester Bestandteil des kollektiven Bildgedächtnisses der Deutschen. Auch sie arbeitet hauptsächlich mit dem ungestellten Bild, sie benutzt jedoch keine versteckte Kamera. Klemms Bilder verdichten den Bildinhalt zu einer allgemein gültigen Aussage. Sie steht oft am Rande einer Veranstaltung und fotografiert kurz vor oder nach dem Höhepunkt. Auf diese Weise gelingt es ihr immer wieder, die Inszenierungen von Politik zu unterlaufen und hintergründige Bilder der Ereignisse zu liefern.


Erich Salomon worked with guile and a hidden camera to capture, as the title of his book put it, ‘Famous Contemporaries at Unguarded Moments’. His methods anticipated those used by today’s paparazzi, but his images do not speak the sensationalist language of revelation. They show the ways of the political and social elite of his time, well before the advent of media advisors, and they show the daily business of politics rather than its staged management. Erich Salomon’s fame gave him access to the highest echelons of power – and the living rooms of film and music stars as well as celebrities from the world of literature and art. The menacing presence of the Nazis in parliament in Berlin from 30 October 1930 spelled the end of this culture.

Many photographs by Barbara Klemm are now etched in the collective visual memory of the Germans. Like Salomon, Barbara Klemm does not stage her photos in any way, although she does not go so far as to use a hidden camera. Her pictures condense the subject into a universally valid message. Barbara Klemm often stands at the sidelines, electing to press the shutter shortly before or after proceedings reach their climax. In this way Klemm frequently manages to circumvent political stage management and come up with subtle and profound pictures.

Jürgen Leinemann, Andreas Rost

Erich Salomon, Barbara Klemm

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